OBS Zoom

OBS und Zoom

OBS - Kurzes Tutorial

Hast Du Dein für Dich richtiges Mikrofon und Deine Video-Kamera für Deinen Kurs gefunden? Falls Du noch Informationen oder Unterstützung benötigst, dann besuche unsere Facebook-Gruppe, in der Dir gewiss geholfen wird.

Wenn Du jetzt auch noch ein Konzept für Deinen Kurs und einen Account bei Sinainu hast, dann könntest Du theoretisch schon heute beginnen Videos aufzunehmen, oder?
Ein Tipp: Fange gleich an, denn es gibt keinen besseren Zeitpunkt als jetzt! Später ist so gut wie niemals!

Was ist OBS-Studio?

OBS-Studio ist eine kostenfreie Software, die auf Windows, Mac und Linux läuft. Mit OBS-Studio kannst Du Deinen Video und Deinen Live-Streams einen unvergleichbaren professionellen Look geben aber auch Graphiken, Live-Interviews, Videos und Präsentationen in Deinen Live-Stream einbinden – und das ist gar nicht so schwer.

Damit Du diesem Tutorial, welches aus mehreren Teilen besteht, folgen kannst, solltest Du die aktuellste OBS-Studio Software laden. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Email war war dies Version 26.1.2

OBS-Studio findest Du hier: Download

Nach dem Download installierst Du OBS-Studio auf Deiner Festplatt Deines PCs, Macs oder Laptops. Damit OBS-Studio richtig gut funktioniert, solltest Du einen aktuellen Rechner mit wenigstens 8GB RAM (Arbeitsspeicher) haben – besser wären 16 GB RAM.

Es gibt nichts, was mehr Rechenleistung benötigt als Graphikberechnung – und ein Film bzw. Live-Stream besteht aus wenigstens 24 Bildern pro Sekunde bei einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln (Full-HD) – daher benötigst Du für OBS wenigstens einen flotten I5 oderI7 Prozessor in Deinem Rechner. Mac User, die ein aktuellen Rechner ab dem Jahr 2021 besitzen, brauchen sich, dank der Prozessoren von Apple, keine Gedanken über Rechenpower zu machen.

Nachdem Du OBS installiert hast startest Du OBS. Sollte bei Deiner OBS-Version die Schaltfläche “Virtuelle Kamera starten” unter dem Block  “Steuerung” rechts nicht zu sehen sein, musst Du dieses Plugin installieren.

Windows Nutzer finden sie hier zum Download. Mac-User müssen nichts herunterladen, denn die virtuelle Webcam ist bereits in OBS integriert.

Mit der virtuellen Webcam stellt Dir OBS eine Webcam-Software zur Verfügung, die es Dir erlauben Deine Szenen, dazu kommen wir später, als Webcam in Zoom, Skype oder LiveStreams auf YouTube oder Facebook einzubinden. Nach der Installation von OBS bzw. des Webcam-Plugins, macht es Sinn Deinen Rechner neu zu starten.

Jetzt, da alles installiert ist, startest Du mit einem Doppelklick auf das Icon welches OBS symbolisiert.

OBS Logo

OBS Startbildschirm

OBS-Startbildschirm

Der Bildschirm von OBS ist in der Regel in das Menü oben, dem Vorschaubild und 4-5 Spalten aufgeteilt.

Wollen wir mit den Spalten anfangen.

Tipp: Solltest Du bei OBS die Sprache wechseln wollen, klickst Du in der rechten Spalte auf den Button Settings und wählst unter General bspw. Deutsch als Sprache aus. Wird die Sprache gewechselt in der OBS angezeigt wird, musst Du OBS neu starten.

Solltest Du nicht nur einen, sondern zwei Vorschaufenster sehen, klicke einmal auf die Schaltfläche Studio-Modus. Uns reicht in der Regel der Modus, bei welchem die aktuelle Szene dargestellt wird.

Szenen
Unter Szenen versteht man bei OBS die “Gestaltung” Deines LiveStreams oder Deines Videos. Wenn noch keine Szene bei Dir vorhanden sein sollte, klicke bitte auf das “+” Zeichen unter dem Block, der mit Szenen benannt ist und gebe der Szene einen Namen.

Ich habe bspw. 5 Szenen eingerichtet, zwischen denen ich hin- und herschalten kann. Eine meiner Szenen heißt “Normal”, eine andere “Nahe” und eine andere “Präsentation“.

Es wird Dir gleich deutlich, was eine Szene genau ist.

Quellen

Mikrofon einbinden
Sobald Du eine Szene erstellt hast, wählst Du diese mit eine Mausklick aus., um Quellen hinzuzufügen.

Quellen können bspw. ein Audioaufnahmegerät und ein Videoaufnahmegerät sein. Klicke also im Block Quellen auf das “+” Zeichen und wähle  Audioaufnahmegerät aus. Du bekommst nun die zur Verfügung stehenden Mikrofone angezeigt.

Tipp: Solltest Du erst nach dem Start von OBS Dein Mikrofon einstecken, musst Du es noch einmal in der Quelle als Mikrofon auswählen und vorher ggf. OBS neu starten. Daher stecke alle Geräte, die Du in OBS definiert hast an bevor Du OBS startest.

Hast Du Dein Mikrofon als Quelle definiert, siehst Du in der Spalte Audio-Mixer, wie stark das Eingangssignal Deines Mikrofons ist, wenn Du sprichst. Schiebe den Regler soweit nach rechts bzw. links, bis das Audiosignal knapp in den gelben Bereich ausschlägst.

Damit keine anderen Audioquellen stören oder später bei Videos aufgezeichnet werden, klickst Du bitte auf die Schaltfläche Einstellungen, die Du in der Spalte Steuerung findest.

Klicke anschließend den Punkt Audio und wähle bei Sampling-Rate 44.1 kHz, bei Kanäle Mono und deaktiviere alle globalen Audiogeräte. Bestätige Deine Eingabe mit OK.

Mikrofon nur auf einem Kanal
Wird bei Deinem Mikrofon nur ein Kanal im Audiomixer angezeigt, dann klickst Du im Audiomixer auf das Zahnrad, welches neben Deinem Mikrofon zu sehen ist. Wähle dann erweiterte Audioeigenschaften und aktiviere die Option “Mono” und klickst anschließend auf Schließen.

Mikrofon und Video sind nicht synchron
Hast Du Deine Videokamera angeschlossen (siehe nächsten Punk) und Deine Sprache ist nicht mit dem Videobild synchron, wählst Du im Audiomixer wieder erweiterte Audioeigenschaften und passt über die Option Synchronisationsausgleich an, um wieviel Millisekunden verzögert Dein Audio zu hören sein soll.

Umgebungsgeräusche herausfiltern (Rauschen unterdrücken)
Rauscht Deine Audio, weil bspw. der Lüfter Deines Rechners zu laut ist, dann kannst Du bei Deinem Mikrofon einen Filter hinzufügen.

In der Spalte Audiomixer klickst Du auf das Zahnrad neben Deinem Mikrofon und wählst Filter.
Klicke im neuen Fenster auf das “+”-Zeichen und füge den Filter Noise Suppression und Composer hinzu.

Wenn Du auf einen Filter klickst, kannst Du diesen Deinen Bedürfnissen anpassen. Ich wähle bei der Noise Suppression die höchste Qualität aus. Beim Filter Composer musst Du ein wenig herumspielen, bis die Einstellung für Dich und Dein Mikro passen. Eine Standard-Einstellung kann, weil sich Rechner, Mikro usw. von Anwender zu Anwender unterscheiden, richtig sein, muss sie aber nicht.

Webcam hinzufügen
Das Audiosignal von Deinem Mikrofon hast Du jetzt in Deine Szene eingebunden – jetzt müssen wir noch Deine Webcam hinzufügen. Kicke hierzu in der Spalte Quellen auf das “+” Zeichen und wähle Videoaufnahmegerät und wähle Deine Webcam aus. Du siehst nun in OBS das Bild, welches Deine Webcam aufnimmt.

Ragt das Webcam-Bild über die normale Fläche hinaus oder ist es zu klein, kannst Du die Leinwand, also die Größe anpassen, damit das Webcam-Bild flächendeckend in der Deine Szene später dargestellt werden kann.

Klicke hierzu auf Einstellungen und wähle unter Video die Leinwandgröße und die Ausgabeauflösung aus.

Falls Du eine Kamera nutzt, die ein HDMI-Signal zur Verfügung stellt, sollte die Leinwandgröße auf 1920 x 1080 Pixel eingestellt werden. Falls Deine Kamera eine weniger gute Auflösung hat, wählst Du die Leinwand auf 1.280 x 720 Pixel. Eine Kamera, die weniger als 1280 x 720 Pixel liefert solltest Du nicht verwenden.

Bei der Ausgabeauflösung wird es leider ein wenig komplizierter, denn die Ausgabe richtet sich danach, ob Du Streamen oder auf Deinem Rechner ein Video aufnehmen möchtest. In der Regel sollte die Ausgabeauflösung mit der Leinwandauflösung übereinstimmen. Der FPS-Wert richtet sich ebenfalls nach den technischen Spezifikationen Deiner Kamera. In der Regel sollte dieser 25 fps sein. Speichere Deine Daten und passe das Videosignal Deiner Webcam nun so an, dass es die schwarze Leinwand von OBS bedeckt.

Logo hinzufügen
“Falls Du ein Logo in Deine Szene anzeigen möchtest, wählst Du Deine Szene aus und klickst in der Spalte Quellen auf das “+” Zeichen. Als Quelle wählst Du jetzt Bild. 

Tipp: nutze als Logo eine transparente PNG- oder GIF-Datei.

Wähle im nächsten Dialog Dein Logo aus, positioniere es auf der Leinwand und verändere dessen Größe, so dass Dir Deine Leinwand gefällt. Siehst Du Dein Logo nicht, hast aber die richtige Datei ausgewählt, dann kann es sein, dass Dein Logo unterhalb Deiner Webcam “liegt”. Über die beiden Pfeil-Schaltflächen in den Quellen, kannst Du Dein Logo über dem Videoaufnahmegegrät positioniert sein.

Virtuelle Kamera
Bist Du mit dem Ergebnis Deiner Szene zufrieden, kannst Du die virtuelle Kamera starten.

Windows-Benutzer klicken auf Werkzeuge und starten dann die virtuelle Kamera, Mac-User klicken in der Spalte, die mit Steuerung beschrieben ist, auf virtuelle Kamera starten.

Schließe OBS nicht sondern starte parallel bspw. Zoom und wähle hier jetzt die virtuelle OBS Kamera als Videoquelle aus – Voila: Dein normales Webcam Bild wurde um das Logo erweitert.

Bei der Verwendung der virtuellen Kamera wird kein Sound / Audio  übertragen. Verwendest Du die virtuelle Kamera mit Zoom, musst Du bei Zoom auch Deine Audioquelle angeben!

So kannst Du einfach mehrere Szenen in OBS erzeugen und zwischen den Szenen auch während einer Zoom-Konferenz wechseln und einen spannenden Effekt erreichen.

Spiele bitte ein wenig mit OBS und probiere nach und nach alle Quellen aus. Tipp: Verwende nicht die Quelle Browser. Ein Browserfenster solltest Du immer über die Quelle Fensteraufnahme bzw. Window Capture hinzufügen.

Hier findest Du auch unser Video zum Thema OBS bei YouTube.

Dein Team von Sinainu